Haben Sie schon einmal einen „Bananenapfel“ gesehen? Denken Sie jetzt „so was gibt’s doch gar nicht! Wie soll denn das funktionieren...unten rund und oben Banane?“ Weit gefehlt! Hinter allem steckt einfach und bescheiden ein kleiner Apfel. Mit seiner Zuckersüße und seinem einzigartigen Aroma lenkte er so viel Aufmerksamkeit auf sich, dass er diese geschmackliche Auszeichnung erhielt.
Apfelmost wird im Lavanttal in solch einer Qualität gewonnen, dass man ihn als „Lavanttaler Wein“ bezeichnet. Dieser köstliche Trank war schon bei den Soldaten Napoleons beliebt. Diese sollen das prickelnde Getränk für Champagner gehalten haben. Eine Steigerung erfuhr der Apfelmost durch die Kreation des „Apfelfrizzante“. Dieses bekömmliche Getränk hat ca. 5 % Alkoholgehalt und eignet sich auch hervorragend als Aperitif.
Durch die sonnige Lage und das milde Klima ist das Lavanttal für den Obstbau prädestiniert. Jedes Frühjahr entfalten sich die unzähligen Blüten von tausenden Apfel- und Birnbäumen. Eine unvergleichliche Blütenpracht! Die erste urkundliche Erwähnung des Obstbaues in Kärnten bezieht sich auf einen Obstgarten bei St. Andrä vor mehr als 1000 Jahren.
Der Begriff „Mostbarkeiten“ steht für eine Qualitätsinitiative, für einen Kreislauf in dem Landwirte, Gastwirte und Buschenschenken ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Der Ruf der Region als "Paradies Kärntens" ist allerdings nicht nur auf dem Obstreichtum der Region begründet, sondern auch durch das außerordentlich gute kulinarische Angebot der Gastronomie.
Ein Lokal schmückt sich mit einer Haube (Gasthof "Alter Schacht"). Die besten Köche Österreichs kochen gleich mit mehreren Hauben ("Zum Bären" in Bad St. Leonhard).
"Lavanttaler Gastlichkeit" nennt sich eine Initiative, zu der sich 14 Gastronomiebetriebe zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel ist es, die Gäste auf besondere Art und Weise mit regionalen bzw. internationalen Spezialitäten zu verwöhnen.
Spezielle Schmankerlwochen sowie zahlreiche Events laden dazu ein, die saisonalen Produkte zu verkosten: Während der Spargelernte im Mai und Juni gibt es die "St. Andräer Spargelwochen" und beim Spargelfest am Kammerhof in St. Andrä gibt es Köstlichkeiten rund um diesen König unter den Gemüsearten. Ehrensache, dass der Spargel frisch von den Lavanttaler Feldern kommt.
Ein Höhepunkt des kulinarischen Angebotes ist sicher auch das „Gackern“ in St. Andrä.
Im September steht die Region ganz im Zeichen des Apfels und zwar beim Apfelfest in St. Georgen.
Bei der "St. Andräer Kost in Stadt und Land" werden an den Wochenenden bei den Wirten im Gemeindegebiet von St. Andrä lokale Köstlichkeiten angeboten.
Die typische Lavanttaler Brettljause mit Speck, Schinken, Salami, Käse und Brot gibt es bei den zahlreichen Buschenschenken und Almhütten in der Region.
In den letzten Jahren erfährt auch der Weinbau im Lavanttal eine Renaissance. Die Region kann auf eine mehr als tausendjährige Weinbaugeschichte zurückblicken. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 888. Mit Beginn des 16. Jahrhunderts erlebte der Wein im klimatisch und geologisch begünstigten Lavanttal seine bisherige Hochblüte, danach wurde es ruhiger. Seit einigen Jahren wird wieder Qualitätswein angebaut. An den sonnigen Ausläuferhängen der Sau- und Koralpe reifen Weiß- und Grauburgunder, Traminer, Sauvignon blac, sowie Zweigelt und Blauer Burgunder. Verein Lavanttaler Wein zurück